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Kommentar zur JHV 2009
Als erstes möchten wir deutlich betonen, dass wir es - wie so viele unserer Unterstützer - äußerst schade finden, dass gestern nicht der totale Neuanfang gelungen ist.
Wir möchten uns zudem entschuldigen bei denjenigen, die mehr von uns erwartet haben. Allerdings bitten wir auch um Verständnis - insbesondere für unseren Kandidaten Dirk Obermann,
der am gestrigen Tag in vielerlei Weise massiv unter Druck stand. Und sich in seinem Bemühen, für Arminia das Beste zu entscheiden, schier zerrissen hat.

Dennoch bleibt die Frage nach dem unerwarteten Verlauf der gestrigen JHV:
Ist das Glas nun halb voll oder halb leer?

Das Schlechte
1) Wir müssen uns damit anfreunden, mit einem (kritikwürdigen aber verdienten) Übergangspräsidenten zu leben - und drei Personen der alten Führungsmannschaft.
Insbesondere aus den Abteilungen waren allerdings im Vorfeld der JHV auch etliche Signale gekommen, zumindest Albrecht Lämmchen ohnehin gerne im Vorstand halten zu wollen.
2) Unser Präsidentschaftskandidat Dirk Obermann hat auf eine Kandidatur zum Wohle des Vereins verzichtet, obwohl er sicherlich von der deutlichen Mehrheit der Mitglieder gewählt worden wäre (was die überwältigende Stimmung nach seinem zweiten Redebeitrag gezeigt hat).
3)Der Verlauf des Abends entsprach nicht unseren Kriterien an Transparenz und Mitgliedermitsprache. Eine Präsentation der Kandidaten vor der JHV fand nicht statt; die Informationen über die Wahlbedingungen flossen spärlich; die Durchführung derselben war nicht zufrieden stellend.

Die Gründe
Die Verhandlungsführer der Kritischen Arminen wurden am Montag von verschiedenen Seiten z.T. massiv unter Druck gesetzt. Hier wurde mit Beschädigung von Personen der Kritischen Arminen und direkt oder indirekt mit Entzug finanzieller Unterstützung des Vereins gedroht. Dieses Arbeiten "hinter den Kulissen" ist insgesamt ganz bestimmt nicht die Art von Vereinspolitik, die wir uns wünschen. Ignorieren konnte - insbesondere Herr Obermann - sie aber auch nicht.
Es wurde ein Wahl-Kompromiss gefordert. Man hat die Kritischen Arminen aber  - nachdem man kurz zuvor mit der Entlassung Kentsch die letzte Karte zu spielen versucht hat - dazu erst am Tag der JHV (!) zu Verhandlungen gebeten, denen wir selbst dann aber nicht ausgewichen sind. Mit dem Konsens Daudel/Obermann konnten jedoch beide Personen nur unter allergrößten Vorbehalten leben, was sich auch in der etwas zerknirschten ersten Rede von Dirk Obermann ausgedrückt hat.
Während der Pause haben sich bestimmte Kräfte innerhalb und außerhalb des Vereins massivst gegen Kandidaten der KA ausgesprochen. Schließlich haben wir daher dem zweiten Kompromiss zugestimmt, um wenigstens die Handlungsfähigkeit Arminias zu sichern. Kein anderer denkbarer Konsens hätte an diesem Abend die Unterstützung von Vereinsverantwortlichen, Sponsoren, Gremien und Kritischen Arminen gewährleistet - und Arminia wäre führungslos gewesen. Die Kritischen Arminen hätten gerne den "ganz großen Wurf" gewagt, aber dann hätten wir Arminias Zukunft aufs Spiel gesetzt.

Das Gute
Insgesamt wurden viele der Ziele der KA erreicht, z.B.:
1) Herr Kentsch ist nicht mehr für Verein und KGaA tätig und kann Arminia nicht mehr nach außen vertreten; es war wichtig, dass er zur JHV gar nicht mehr erschienen ist!
2) Es gibt keine Ämterverflechtung mehr zwischen dem e.V. und der KGaA (Geschäftsführer-Position und Präsidiumsmitgliedschaft ist nicht mehr gestattet).
3) Wir haben, auch dank der Arbeit des ASC, eine neue moderne und mit mehr Mitgliederrechten ausgestatte Satzung; Wahlen sind offener/einfacher und aufgrund der 50+1-Regel kann Arminia jetzt nicht mehrheitlich an einen Investor verkauft werden.
4) Herr Daudel, der die Arminia-Familie nicht hinter sich hatte, hat seine Kandidatur für das Präsidenten-Amt zurückgezogen und wird nicht - wie von vielen befürchtet - der oberste Repräsentant Arminias.
5) Die Kritischen Arminen sind mit zwei Personen, Frank Kottmann und Jochen Willmann, im Präsidium vertreten. Wir stellen einen starken Vize-Präsidenten! Dazu sind uns mindestens zwei Aufsichtsratsplätze zugesichert (voraussichtlich Friedrich Straetmanns und Olaf Klötzer), so dass wir auch die KGaA besser beobachten und kontrollieren können! Wir werden uns konzeptionell im Verein engagieren! Alle Vertreter der KA werden sich voll für die Mitglieder und Fans, aber auch für den Imagewandel, den Schulterschluss mit der ostwestfälischen Wirtschaft und den Neuanfang einbringen!
6) Die Großsponsoren halten nach aktuellen Aussagen dem DSC die Stange - es wird investiert, wenn ambitionierte und zukunftsorientierte Konzepte vorgelegt werden: Genau solche Konzepte haben die kritischen Arminen!

Die Konsequenzen
Wir sollten trotz der verständlichen Enttäuschung versuchen, uns auch über das innerhalb eines einzigen Jahres Erreichte zu freuen. Mit dem gefundenen gemischten Präsidium muss Arminia wieder auf Kurs gebracht werden. Unser Verein muss Schritt für Schritt weiter verändert werden, um die ostwestfälische Wirtschaft mitzunehmen und Arminia erfolgreich zu machen. Diese Chance sollte man der gefundenen Lösung geben. An den Ergebnissen dieser gemeinsamen Arbeit wird man dann ablesen können, dass der Sonntag-Abend im "Kochsiek" und die JHV 2009 den Wendepunkt - noch nicht den Zielpunkt - für eine neue Arminia bedeutet hat!