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Klarstellung zum WB-Artikel vom 21.09.09
Der Westfalenblatt-Artikel „Finanzkonzept auf dem Prüfstand“ enthält aus Sicht der Kritischen Arminen etliche tendenziöse Behauptungen. Die Wirklichkeit sah und sieht anders aus. Einige Richtigstellungen:

Westfalenblatt: „Klar ist: Wäre am 22. Juni, dem Tag der Jahreshauptversammlung, Klaus Daudel zum Präsidenten des DSC gewählt worden, wäre dem Klub die Unterstützung der Unternehmer quasi sicher gewesen.“

Diese These ist mehr als gewagt. Eine finanzielle Unterstützung durch die „heimische Wirtschaft“ wurde lediglich in nebulöser Art in Aussicht gestellt. Es gab zu keinem Zeitpunkt konkrete Aussagen, welche Unternehmen sich in welchem Umfang beteiligen würden, geschweige denn Vereinbarungen.

Entgegen der Darstellung des Westfalenblattes wurde der Geldfluss auch nie mit der Personalie Klaus Daudel verknüpft. Vielmehr wurde von Herrn Hindrichs, Herrn Oetker und Herrn Weber konzeptionelles Arbeiten und eine verbesserte Aussendarstellung eingefordert.

Dass Klaus Daudel selbst minimalste Anforderungen an eine solche nicht erfüllen kann, hat er im Vorfeld der Jahreshauptversammlung und auch am Abend des 22. Juni selbst eindrucksvoll bewiesen.

Westfalenblatt: „Daudel war Arminias Adapter in die Wirtschaft.“

Auch dies kann mehr als bezweifelt werden. Herr Daudel war bereits seit vielen Jahren im Aufsichtsrat der KGaA tätig. Er hatte also mehr als genug Zeit, seine etwaigen Qualitäten gewinnbringend für den Verein einzusetzen.

Westfalenblatt: „Stattdessen trat nach der chaotischen Hauptversammlung Hans-Hermann Schwick eine neue Amtszeit an. Daudel hatte seine Kandidatur zurückgezogen. Er wäre nicht mehrheitsfähig gewesen.“

Die fehlende Mehrheitsfähigkeit von Herrn Daudel liegt überwiegend in seiner mangelhaften Aussendarstellung vor und während der JHV begründet. Die Kritischen Arminen haben stets einen sachlichen Wahlkampf geführt, während Herr Daudel uns und große Teile der Fans als Querulanten, Brunnenvergifter und „Nichtarminen“ dargestellt hat.

Wer den Großteil der Vereinsmitglieder derart verkennt und beleidigt, ist in der Tat als deren Präsident nicht mehrheitsfähig.

Westfalenblatt: „Seitdem klammert sich die Vereinsführung daran fest, darunter in Frank Kottmann und Jochen Willmann zwei Amtsinhaber, die mit ihrer Kandidatur für die Opposition in einem Kabinett mit Gegenkandidat Dirk Obermann, den so genannten Kritischen Arminen, den Geldfluss mitverhindert hatten.“

Die Kandidaten der Kritischen Arminen haben ganz sicher nicht den „Geldfluss mitverhindert“. Einen Automatismus „Daudel wählen, Millionen für Arminia“ hat und hätte es - wie oben dargestellt - nie gegeben. Hier irrt das Westfalenblatt. Vielmehr ist davon auszugehen, dass erfolgreiche Unternehmer wie Herr Hindrichs, Herr Oetker und Herr Weber ihr Bekenntnis zu Arminia nicht von Personen, sondern nur von Konzepten abhängig machen.

Westfalenblatt: „Das Vertrauen der Unternehmer in diese Beiden dürfte bescheiden ausfallen, auch wenn Kottmann seit seinem Amtsantritt seine Herkunft als Kritischer Armine verneint. Im Gespräch mit dieser Zeitung sagte er: »Ich bin kein Kritischer Armine. Ich habe lediglich in deren Namen für den Vorstand kandidiert.“

Frank Kottmann genießt unser volles Vertrauen. Seine auch bereits auf der JHV getätigte Äusserung, er gehöre nicht zu den Kritischen Arminen, ist objektiv korrekt und aus unserer Perspektive auch unproblematisch: Genau wie Jochen Willmann wurde er von uns lediglich gebeten, zu kandidieren.

Beide Vorstandsmitglieder teilen viele unserer Positionen und Überzeugungen und wir sind überzeugt, dass sie den Verein voranbringen können. Unser Ziel war es bewusst nie, uns selbst personell selbst im Verein „zu installieren“. Diese Einstellung, die Kandidaten nach ihrer Eignung zu wählen, möchten wir gerne in Zukunft bei Arminia verankert wissen.

Westfalenblatt: „Kottmann und Willmann, das ist ein offenes Geheimnis, tun sich schwer, Zugang zu den Abläufen des Vereins, speziell in die des Vorstands, zu finden.“

Natürlich ist der aktuelle Vorstand keine Liebesheirat, sondern eher eine Zweckgemeinschaft im Sinne eines Kompromisses. Alle Beteiligten waren aber, im Gegenteil zu manch anderem Kandidaten, bereit, sich dem Mitgliederwillen zu beugen und auch in dieser Formation zusammenzuarbeiten. Dass es hierbei anfangs nicht ganz rund läuft, liegt in der Natur der Sache.

Mittlerweile hat der neue Vorstand aber eine gemeinsame Basis gefunden, auf der konstruktiv zusammengearbeitet werden kann und auch wird. Dies kann man auch deutlich dem Artikel der NW vom 07.09.2009 entnehmen.

Westfalenblatt: „Worauf es in erster Linie ankommt, ist die KGaA, die ausgegliederte Kommanditgesellschaft auf Aktien. Dieser Kapitalgesellschaft stehen die Geschäftsführer vor: Heinz Anders und Detlev Dammeier sind damit die Personen, auf die es ankommt. Dem Vernehmen nach sollen sie in ersten Vorgesprächen speziell mit Schüco-Chef Hindrichs einen guten Eindruck hinterlassen haben.“

Die Geschäftsführer der KGaA waren natürlich maßgeblich an der Erstellung des Finanzkonzeptes beteiligt. Dies ist entsprechend der Ausgliederung des Profifußballs in die KGaA auch ihre Aufgabe.

Dem Vorstand obliegt es jedoch, eben jene Geschäftsführer zu ernennen. Wenn diese nun zu überzeugen wissen, ist dies auch ein Verdienst des Vorstands, der die Personen ausgesucht hat.

Westfalenblatt: „In Dirk U. Hindrichs sieht DSC-Präsident Schwick, das hat er mehrfach betont, seinen Wunschnachfolger auf dem Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden. Es wird aber noch bis Oktober dauern, ehe in diesem wichtigen Kontroll-Gremium nicht nur Schwicks Stuhl neu besetzt wird.“

Auch die Kritischen Arminen erwarten die baldige Neubesetzung des Aufsichtsrates. Wir gehen dabei davon aus, dass in diesem Rahmen entsprechend der Absprachen auf der JHV auch die Kandidaten der Kritischen Arminen berücksichtigt werden.

Unabhängig von der jetzigen Neubesetzung werden auf der JHV 2010 insgesamt drei Aufsichtsräte direkt von der Mitgliederversammlung gewählt werden; die entsprechende Satzungsänderung wurde von den Kritischen Arminen initiiert und zusammen mit dem ASC durchgesetzt.

Westfalenblatt: „Wenn die Arminen allerdings so weitermachen wie zuletzt, werden neue Spieler gar nicht nötig sein. Denn die besten Argumente für ein Engagement der Wirtschaft liefert zurzeit die Mannschaft selbst.“

Die sportliche Entwicklung erfüllt sicherlich jeden Arminen mit Freude. Um diese nicht zu gefährden und um den neuen Vorstand in Ruhe arbeiten zu lassen, haben die Kritischen Arminen sich seit der JHV in der Öffentlichkeit eher verhalten geäußert. Es ist unverständlich, wieso das Westfalenblatt mit diesem Artikel derartig unnötig polemisiert.